Employer Branding – Eine Reflexion

Innehalten, Durchatmen, Entscheiden

Die erste Hälfte des Jahres hat die Menschen in den meisten Unternehmen herausgefordert, über ihre Grenzen hinauswachsen lassen und inspiriert neue Wege zu gehen. Wer eine Reflexion der letzten Monate wagt, stellt fest, dass aus der einschneidenden Veränderung kostbare Erfahrungen und Lektionen entstanden sind. Diese sichtbar zu machen, kann ein entscheidener Teil des Employer Brandings sein. Als Agentur in diesem Bereich wird uns gespiegelt, dass das Thema Employer Branding momentan umstritten ist. Hat es an Relevanz gewonnen oder verloren? Sehen wir uns das mal genauer an. 

Kurzer Reminder – was ist eigentlich Employer Branding?

Laut der Deutschen Employer Branding Akademie versteht man es als „die identitätsbasierte, intern wie extern wirksame Entwicklung und Positionierung eines Unternehmens als glaubwürdiger und attraktiver Arbeitgeber. Kern des Employer Brandings ist immer eine die Unternehmensmarke spezifizierende oder adaptierende Arbeitgebermarkenstrategie.“ Mit anderen Worten: Ihr wollt in alle Richtungen sichtbar machen, dass ihr ein toller Arbeitgeber seid. Was bedeutet das konkret für Unternehmen?

Im Bewerbungsprozess ist es sowohl für Bewerbende als auch für dein Unternehmen essentiell, klar zu kommunizieren, wer ihr seid, wofür ihr steht und wen ihr sucht. Gerade jetzt liegt es an euch zu teilen, wie ihr die Herausforderungen der Pandemie angegangen seid und welche Learnings ihr gezogen habt. Potentielle Mitarbeitende können so vorab filtern, ob sie sich eine gemeinsame Zukunft vorstellen können. Außerdem erspart ihr eurer HR Abteilung durch Employer Branding Bewerbungen unpassender Kandidat*innen. Ihr erhöht auch das Gefühl der Zugehörigkeit und langfristig die Mitarbeiter*innenbindung. Werte, Vertrauen und Stabilität sollten nach außen strahlen. Welche Vorteile bringt das konkret mit sich? 

1. Ihr zieht geeignete Kandidat*innen an und spart somit wertvolle Zeit im Recruitingprozess.

2. Das Onboarding wird leichter, da kulturelle Aspekte bereits weitestgehend verstanden werden können. 

3. Ihr stärkt Eure Mitarbeiter*innenbindung und werdet weniger Fluktuation wahrnehmen können.

4. Employer Branding – das Stärken eurer Arbeitgebermarke – ist die nachhaltige Antwort auf den Fachkräftemangel

Stellt ihr gerade ein? Gerade wegen der aktuellen Situation sind auf dem Arbeitsmarkt vereinzelt Talente zu finden. Diese gilt es jetzt zu überzeugen und für euch zu gewinnen. Egal, ob ihr als Unternehmen derzeit aktiv kommuniziert oder nicht – ihr sagt etwas aus. Macht euch der Kraft und der Worte eurer Mitarbeiter*innen bewusst und nutzt diese Chance jetzt zu kommunizieren – nach innen ins Unternehmen und nach außen zu potentiellen Bewerbenden. Zeigt, dass ihr als Arbeitgeber Wege findet mit der globalen Pandemie umzugehen, Arbeitnehmerfreundliche und sichere Arbeitsplätze haltet und schafft. Die jetzige Zeit ist eine (hoffentlich) einmalige Chance eure Resilienz und Zukunftsfähigkeit lebhaft zu beweisen. Nutzt eure Stimme und lasst eure Mitarbeiter*innen zu Botschafter*innen des Unternehmens werden und werdet dank neuer Kompetenzen im Team zukunftsfähig. Ihr vermittelt dadurch Sicherheit –  genau das wünschen sich Arbeitnehmende und Bewerbende momentan. In einer Welt in der alles zu wackeln scheint kann eine konsistente Kommunikation der Krisenzeit als ein mutiger und wahrhaftiger Schritt anerkannt werden. Auch, wenn die Zeiten unsicher sind und ihr manche Dinge selber nicht klar vorhersagen könnt, kann eine dauerhafte authentische Kommunikation Stabilität vermitteln. Die Botschaft kann hier auch sein: „Diesen Punkt können wir zum momentanen nicht klar beantworten, halten euch jedoch dazu auf dem Laufenden.“ Vielleicht können an der ein oder anderen Stelle auch Ideen oder Umfragen der eigenen Belegschaft zur Lösungsfindung helfen. Wie das funktionieren kann, haben wir in diesem Beitrag für euch zusammengetragen. 

Wie weitere HR Themen reflektieren? 

Auch für weitere HR Themen lohnt sich eine Reflexion. Es wird nicht so weitergehen, wie es vorher war. Doch wie gestaltet sich jetzt die Zukunft? Wird es eine komplette Rolle rückwärts oder nimmt man den Schwung mit? Wie schafft man eine ideale Umsetzung zwischen mobilem Arbeiten und dem physischen Arbeiten vor Ort? Wie findet man hier den Mittelweg?

Zeit, sich auszutauschen! Am 10. Juli geben wir euch die Möglichkeit, im Rahmen unseres HR BarCamp Digital ungezwungen in den gemeinsamen Dialog zu kommen. Ihr dürft eigene Themen mitbringen, euch von den Ideen anderer leiten oder ganz und gar überraschen lassen. 

 

 

Autorin: Sandra Hofmann

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